Ho Chi Minh Stadt (Saigon)
Ho Chi Minh Stadt ist das Herz und die Seele von Vietnam. Es ist ein geschäftiges, dynamisches und aufstrebendes Zentrum, die größte Stadt, quasi die wirtschaftliche Hauptstadt und gleichzeitig der kulturelle Trendsetter Vietnams.
Die Straßen, in denen viel vom Leben der Stadt stattfindet, bestehen aus einer Vielzahl von Läden, fahrbaren Ständen und Verkäufern, die Waren von Decken auf Bürgersteigen verkaufen. Der Verkehr ist immens und allgegenwärtig. Wer etwas gegen Hupen hat, sollte wahrscheinlich nicht nach Vietnam. Ich glaube zur hauptsächlichen Fahrtauglichkeit gehört der Einsatz der Hupe. Die Stadt "brodelt wie kochendes Wasser."
Und doch sind innerhalb der wimmelnden Metropole zeitlose Traditionen und die zeitlose Schönheit von einer alten Kultur zu sehen.
Das Zentrum von Ho Chi Minh Stadt ist die Stelle, um Sonntage und Feriennächte zu verbringen. Die Straßen sind vollgestopft mit jungen Einwohnern, die die Stadt auf Fahrrädern und Motorrädern durchkreuzen, um zu sehen und gesehen zu werden.
Unterhaltung reicht von Discos, Tanz und Karaokebars in den größeren Hotels, westlicher Musik in Pubs wie dem Hardrock Cafe bis hin zu traditioneller vietnamesischer Musik am Musikkonservatorium.
Die meisten Formen der Unterhaltung findet Ihr in der Innenstadt von Ho Chi Minh Stadt entlang der Mac Thi Buoi Straße.
Kriegsgedenken Museum
Einmal bekannt als das Museum chinesischer und amerikanischer Kriegsverbrechen,
reflektiert die Namensänderung den Wunsch, keine reichen Touristen zu
kränken.
Die Broschüre, die allerdings am Eingang verteilt wird und "Darstellung
aggressiver US Imperialistischer Kriegsverbrechen in Vietnam" betitelt
ist, läßt von diesem Vorhaben nicht viel übrig.
Trotz der Rhetorik ist dieses Museum eine der beliebtsten Attraktionen westlicher Besucher aller politischer Überzeugungen geworden. Es ist auf alle Fälle ein gutes Zeugnis dafür, daß Kriege niemals Gewinner haben, geschweigedenn glorreich sind und die größten Leidtragenden eigentlich Zivilisten sind.
Zusammen mit vielen unschönen Photographien zeigt das Museum viele US-Panzerfahrzeuge, Artilleriestücke, Bomben und Infanteriewaffen. Es gibt sogar eine von Franzosen gegen Viet Minh 'Unruhestifter' verwendete Guillotine zu "bewundern."
Hanoi
Hanoi, Hauptstadt der sozialistischen Republik von Vietnam hat ihre ungastliche Einstellung zu Reisenden abgeschüttelt und ist jetzt eine der betörendsten Städte in Asiens.
Hier spielt sich alles etwas ruhiger und gemühtlicher ab als in Ho Chi
Minh Stadt. Gleichzeitig ist aber Hanoi sehr kontrastreich. Hanoi liegt zum
einen inmitten einer schönen Seenlandschaft, hat abgeschirmte Boulevards
oder grüne öffentliche Parks ist aber andererseits das zu Hause
unterschiedlicher architektonischer Schätze, wie kolonialfranzösischer
Häuser oder aber erstaunlich moderner Wolkenkratzer.
Hanois geschäftige Märkte, sein ausgeprägtes Nightlife und
das ausgezeichnete Essen ziehen Besucher unterschiedlichster Herkunft an.
Als Geburtsstätte eines Großteils von Vietnams traditioneller Kultur ist Hanoi, mehr als jede andere Stadt in Vietnam, ist eine einzigartige Verschmelzung von alt und neu.
Es personifiziert den Geist des historischen Vietnams in den Tempeln und Denkmälern alter Kultur oder auch in den Trägerinnen, die v.a. entlang der schmalen Straßen des alten Viertels hin und her eilen, und doch gibt die raschen Änderungen des aufstrebenden Landes perfekt wieder, wie z.B. die Hanoier Yuppies Cappucinos in Cafés an der Straße schlürfen und dabei ihre Mobiltelefone vergleichen.
Van Mieu (The Temple of Literature)
Vietnams erste Universität, gegründet in 1070 von Kaiser Ly Thanh Tong, ist ein angenehmer Rückzug von den Straßen Hanois.
Es ist ein seltenes Beispiel für traditionelle vietnamesische Architektur und eine interessante Einführung in Konfuzianismus.
Fünf Höfe stellen die wesentlichen Elemente der Natur dar. Ein zentraler Pfad symbolisiert den konfuzianischen Mittelweg, der den Komplex teilt.
Der Zugang in jeden Hof erfordert entsprechend der alten Zeichen die Fertigstellung einer Aufgabe; um in den ersten Hof zu gelangen, muß man nur vom Pferd absteigen. Um aber zum zweiten Hof, dem großen mittleren Tor zu kommen, muß man Tugend und Talent beweisen (oder man bezahlt US-$ 1 Zutrittsgebühr)
Nachdem man es zu Perfektion in literarischem Ausdruck gebracht hat, darf man zum Pavillion der Literatur vorschreiten das architektonische Wunder und Symbol der Stadt. (egal, ich bin einfach reingegangen!).
Dies ist der Eingang zum dritten Hof, dem Stelen Garten, wo die Namen aller Absolventen seit dem 14. Jahrhundert auf den Rücken von Steinschildkröten eingetragen sind.
Nach dem Synthetisieren der Lehren von Confucious, kann man zum vierten Hof der Weisen schreiten, wo man dem großen Lehrer eine Gabe machen kann.
Der fünfte Hof, die Schule für die Söhne der Nation beherrbergte Schlafsäle und Klassenzimmer der Universität.
Die Universität wurde fast vollständig bei einem französischen Granatbeschuß im Jahre 1947 zerstört und nur kleine Überresten sind noch von der Originalstruktur erhalten.
The Old Quarter
Die 36 Straßen von Hanois Altem Viertel, in dem es seit mehr als 1000
Jahren geschäftig hin und her geht, machen eine von Vietnams lebhaftesten
und ungewöhnlichsten Stellen aus, der man einen Besuch erstatten muß.
Im 13. Jahrhundert wurden hier Hanois Handwerkergilden gegründet, wobei
jede eine andere Straße einnahm. Heute ist es ein Einkaufsparadies wobei
die Straßen nach den Produkten benannt sind, auf dessen Verkauf sich
die Händler dort spezialisiert haben.
So kann man z.B. in der Hang Ma Street (buchstäblich 'Geldfälschen'), Geistergeld kaufen, das traditionnell bei buddhistischen Zeremonien verbrannt wird, um Glück zu bringen.
Andere Bereiche haben auch schon moderne Geschäfte übernommen - On Hanh Ma (Zwiebel Straße) ist jetzt auch schon besser bekannt als Kaffee Straße für die Bars und Cafés entlang der Straße.
Ho Chi Minh Mausoleum
Innerhalb eines enormen Betonblocks, umgeben von Wachen in schneeweiß gebleichten und gestärkten Uniformen, liegt der einbalsamierte Körper von Ho Chi Minh - trotz seiner Bitte, nach dem Tod eingeäschert zu werden.
Es ist eine Gratistour und es ist interessant zu sehen, wie unterschiedliche Besucher wie ältere Viet Kong Gefährten, die die Wallfahrt von Südvietnam gemacht haben, oder aber ausländische Studentengruppen, auf die Sicht des alten Onkels Ho reagieren.
Obwohl die Vietnamesen im Ganzen vom Kommunismus enttäuscht sind, zeigen Sie äußerst tiefe Achtung und Bewunderung vor Ho selbst. Er gilt als der Befreier der Vietnamesen von den Kolonialmächten; die anschließende ökonomische Mißwirtschaft des Landes wird oft seinen unqualifizierten Weggefährten und Nachfolgern angelastet.
In der Nähe ist Ho Chi Minhs Stelzenhaus, wo der Kommandant zwischen 1958 und 1969 lebte. Es ist in dem Stil von Vietnams ethnischen Minderheiten gebaut und von einem schönen gepflegten Garten umgeben. Alles ist genauso erhalten worden, wie Ho es verließ, einschließlich eines weißen Stuhls, der ein Geschenk von Fidel Castro war.
Ein Besuch des Ho Chi Minh Museum, auch nahe bei dem Mausoleum ist die perfekte Art, den Geschichtsunterricht abzurunden. Leider hatten wir nicht die Zeit dazu, doch ich habe beschlossen, auf jeden Fall noch einen längeren Urlaub in Vietnam zu verbringen.
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