Hong Kong

Hong Kong ist erst mal eine ganze Ecke groesser als Singapur
(bevoelkerungsmaessig und flaechenmaessig doppelt so gross) und es geht
dort auch viel geschaeftiger zu als hier in Singapur. Was vielleicht
auch etwas nervtötend ist, wenn man ueberall wegen massgeschneiderten
Anzuegen oder Copywatches angehauen wird. Obwohl Hong Kong's Flaeche
groesser ist, so haben sie es nicht unbedingt bautechnisch besser
verteilt. Mir scheint die Hochhausdichte auf jeden Fall groesser als in
Singapur.

Hong Kong kann man auf jeden Fall als chaotischer beschreiben. Die
Strassen sind richtig verstopft, die Gehsteige sind derart voll, dass man
oft auf die Strasse ausweichen muss, um nicht in der Menschenmenge
steckenzubleiben. Die Leute gehen - ganz im Gegensatz zu Singapur - egal
ob bei rot oder gruen ueber die Strasse, was auch notwendig ist, sonst
geht auf den Gehsteigen gar nichts mehr. Nur beim Busfahren bilden sie
schoen nach englischer Manier eine Schlange. Gelernt ist halt gelernt!
Schlangestehen am Bus koennen die Singapurianer naemlich nicht.

Empfehlenswert ist ein Abstecher ins Peninsula zum High Tea oder in die Bar Felix im obersten Stock des Peninsula.

Das Penisula muss man wissen, ist das beste Hotel am Platz und die Bar, so muss man sagen, ist wirklich ein Hingucker, auch wenn man vielleicht vergeblich das "Essen" auf dem Teller sucht. Am besten haben uns allerdings die Toiletten gefallen.

Die Toiletten bieten einen hervorragenden Blick ueber Hong Kong! Die
Maenner stehen also am Pissoir und koennen dabei aus einem riesigen
Panaramafenster ueber die Stadt blicken, quasi auf Hong Kong pinkeln!
Nach verrichtetem Geschaeft steht im Vorraum der Toilette ein
Hotelbediensteter und reicht einem die Seife und ein Handtuch.

Andere Sehenswürdigkeit in Hong Kong ist der Jademarkt. Der Jademarkt ist eigentlich mit einem Flohmarkt in Europa zu vergleichen. Nur das es halt keine alten Sachen, sondern hauptsaechlich Jade Schmuckstuecke und Figuren sowie Perlen zu kaufen gibt. Verhandeln ist hier alles!

Andere Sights, die man in Hong Kong nicht missen sollte sind: z.B. der Man Mo Taoisten Temple, mit einer Tram auf den Victoria Peak, den hoechst gelegenen Punkt auf der Honk Kong's Halbinsel zu fahren, nach Aberdeen einem Vorort in dem frueher hauptsaechlich Fischer lebten (ist allerdings schon 'ne Weile her) und nach Stanley einen anderen Vorort, der wiederum fuer seinen Markt
bekannt ist, zu fahren.

Chinesische Tempel sind sehr verraeuchert, da glaeubige Chinesen durch
Raeucherstaebchen quasi eine Verbindung zu ihren Goettern herstellen.
Wenn man solche Tempel betritt findet man zunaechst meist am Eingang
Leute, die solche Raeucherstaebchen verkaufen und zwar in allen
moeglichen Groessen! Je mehr man das Anliegen hat, dass einem sein Gott
hilft oder anhoert, desto groesser ist die "Fackel". Die Goetter, die man
anruft sind unterschiedlich je nach Geschlecht v.a. auch nach dem Beruf,
den man ausuebt und in dem man entsprechend weiterkommen moechte. Viele
Chinesen gehen in diesen Tempeln auch noch zu Weissagern. Wie wir schon
erfahren haben, werden diese Weissager zu unterschiedlichsten Anlaessen
herangezogen, z.B. auch bei Hochzeiten. Eine Arbeitskollegin von Siska
heiratet z.B. im April und der Fortune Teller (Weissager) hat den
idealen Termin und Zeitpunkt der Hochzeit fuer 6 Uhr morgens bestimmt
(errechnet sich irgendwie aus den Mondjahren und chinesischen
Sternzeichen). Auf jeden Fall ist ihr das wohl zu frueh und sie will
fragen, ob er noch mal nachrechnen kann.

Möchte man noch das etwas andere Hong Kong kennenlernen, empfiehlt sich ein Besuch auf demVogelmarkt und dem Blumenmarkt . Chinesen lieben ja vor allem Singvoegel und zwar nicht nur in der Suppe, sondern anscheinend noch lieber im Kaefig zu Hause. Nicht selten kann man auch sehen, dass die Voegel "zum Lueften" nach draussen gehaengt werden oder dass man mit ihnen spazieren geht. V.a. sollen sie auch Glueck bringen, weshalb schon mal der eine oder andere
seinen Vogel mit zur Rennbahn nimmt, wenn es zum Wetten geht.

Ein Erlebnis in der Millionenmetropole Hong Kong ist es mal nicht von Autolaerm, sondern von Vogelgezwitscher umgeben zu sein.

Habt Ihr uebrigens schon mal asiatische Geruestbauer bei der Arbeit
gesehen? Echt faszinierend wie nur mit Bambusstangen ein ganzes Hochhaus
eingeruestet wird und das ohne Seil und doppelten Boden!

Macao

Ein Besuch von Macao ist mit dem Jet-Boot in einer guten Stunde von Hong Kong zu bewerkstelligen. Macao ist eine aehnliche Halbinsel wie Hong Kong am Ende des Perlfluss Deltas und stand ein wenig laenger als 300 Jahre unter portugisischer Verwaltung, aehnlich wie Hong Kong die letzten 150 Jahre unter britischem Einfluss war. Dabei wurden in Macao all die Dinge erlaubt, die in Hong Kong verboten wurden, so z.B. Glueckspiel. In Macao gibt es deshalb 6 verschiedene Casinos, die gerade am Wochenende mit Chinesen gepackt sind. Die Spiele, die gespielt werden sind auch nicht unbedingt weltweit verbreitet, mal abgesehen von den Slot Machines.

Man kann auf Macao die alten portugiesischen Ueberbleibsel besichtigen feudal im Clube Militar portugisisch essen und den Nachmittag mit einem Besuch im Casino abrunden.

Es ist echt erstaunlich, dass auf Macao noch alles zweisprachig
auf chinesisch und portugisisch ist, auch wenn wir nicht wirklich
ausprobieren konnten, ob wir mit portugisisch druchgekommen waeren.